Datenschutz vs Selbstverpflichtung
Die interessanteste News über die ich heute bei meiner täglichen Medienlektüre gestolpert bin, ist die, dass die Bundesregierung offensichtlich keinen Handlungsbedarf sieht die Datansammelwut der Wirtschaft zu begrenzen. Vielmehr soll sich die Wirtschaft mal wieder selbst verpflichten mit den, durch RFID Chips eingesammelten Daten von Konsumenten, verantwortungsvoll umzugehen.
Ich bin, über die Position der Bundesregierung bei diesem heiklen Thema, einfach nur entsetzt! Spontan fällt mir bei dieser Selbstverpflichtung folgender Vergleich ein: das ist, als ob ein Alkoholiker, der in einer Bar arbeitet, sein Ehrenwort gibt verantwortungsvoll mit dem ihm anvertrauten Alkohol umzugehen - das wird einfach nicht funktionieren!
Mein alternativer nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag zum Thema RFID ist deshalb: man sollte allen Volksvertretern und Managern börsennotierter Unternehmen, die das Datensammeln toll finden, RFID Chips implantieren und den Wählern/Aktionären diese Daten zugänglich machen, um für mehr Transparenz in Politik und Wirtschaft zu sorgen.
btw: die Diskussion unter der Golem- Nachricht ist ziemlich interessant, folgender älterer, aber immer noch erschreckend aktueller Link war auch dabei:
LINK
Und was meint Ihr dazu?










14. Feb 2008 | 18:34 Uhr
Die Idee mit dem RFID Chip für Politiker finde ich eigentlich sehr gut. Schade nur, dass man das nicht wirklich einführen kann.
Die Entwicklung der Überwachung in den letzten Jahren ist imho bedenklich. Ich wundere mich immer nur über die Leute, die immer antworten mit: “Ich hab nix zu verbergen.”
Das habe ich auch nicht. Aber ich will auch nicht, dass alle Welt über jeden meiner Schritte Bescheid weiss.
16. Feb 2008 | 14:43 Uhr
[...] hatten wir es von Datenschutz und Selbtverpflichtung…hier ist eine kostenlose Methode, um dem Bundestrojaner aus dem Weg zu gehen: TrueCrypt 5 ist [...]