Mindestlohn: Auf die Post ist Verlass
Auf unsere Post ist Verlass. Schon immer gewesen. Mit annähernd hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit sind die Poststellen wegen Betriebsausflugs oder Betriebsversammlung geschlossen, wenn ich mal persönlich dort vorbeischauen muss. Und wenn das mal nicht so sein sollte, so kann ich mich wenigstens darauf verlassen, dass die Schlange bis draussen vor die Tür reicht und ich nur mal eben 30-40 Minuten zwischen nervigen Kindern und stinkenden Alkoholikern in der Schlange warten darf.
Aber die Post kann auch noch besser.
Ich warte seit Tagen sehnsüchtig auf die Lieferung eines Großhändler, die ich dringend für die Instandsetzung des hausinternen Netzwerks benötige…und deswegen bin ich heute morgen auch nirgendwo hingegangen und habe brav gewartet. Schliesslich werde ich allmorgendlich beliefert.
Denkste!
Wie sich vorhin weit nach Mittag herausgestellte, hat mich die Post mit einer ihrer beliebten Postkarten darauf aufmerksam gemacht, dass ich eine Lieferung bekommen hätte, sofern ich denn zu Hause gewesen wäre. Hallo? Haaaaaaaallooooo? Wo bin ich denn gewesen?
Sind die zu blöd eine Klingel zu bedienen? Können die inzwischen nicht mal mehr Namen lesen? Jedesmal der selbe SCHMU! Faule Briefträger, die nur ihre Schicht schnell beenden wollen und deswegen erst gar nicht mal versuchen, ihren Job richtig zu machen.
Da könnte ich Wände hochlaufen. Mal abgesehen von den horrenden Gebühren für den Versand von Briefen und Paketen…sollen wir wirklich für diese Arbeitsmorla auch noch einen Mindestlohn befürworten?
24. Dez 2007 | 12:10 Uhr
Was erwartest du denn von einem Unternehmen, dass seit seiner Privatisierung auf Gewinn getrimmt wird? Irgendwo müssen die Kosten ja eingespaart werden – z.B. beim Personal (Personal das nicht klingeln, bzw. nicht lesen kann, kostet halt weniger; Postfilialen die spärlich besetzt sind, sparen auch Lohnkosten).
Privatisierung lohnt sich eben nicht in jedem Lebensbereich unseres Staates! Wer dass wirklich glaubt, ist der seit drei Jahrzehnten, immer wieder vorgekauten wirtschaftsliberalen Propaganda auf den Leim gegangen.
btw: Ich find den Mindestlohn gut! Ohne Mindestlohn muss die Allgemeinheit, über Hartz4- Zuschüsse die miesen Löhne von Springer und Co. ausgleichen! Soooo teuer sind Briefe und Päkchen nicht. Überleg dir einfach mal, dass du mit 51 Cent einen Brief von Sylt bis ins Allgäu schicken kannst.
24. Dez 2007 | 14:29 Uhr
Ein kleines, geradezu winziges Paket von hier nach Spanien kostet mich mal eben EUR 25.-
Das nenne ich nicht günstig. Und das ist die Post. Bei Hermes lässt sich dasselbe Pake im Übrigen für unter EUR 10.- verschicken.
Und die klingeln nicht nur, die kommen sogar wieder, um Dir das Paket auszuhändigen…
24. Dez 2007 | 14:30 Uhr
Ach ja, und zu Hartz…ob ich denen einen Zuschuss dazugebe oder einem Teil von Ihnen, den Entlassenen, gleich das komplette Hartz 4 vermache, das wird doch am Ende des Haushaltsjahres keinen Unterschied machen…
27. Dez 2007 | 15:43 Uhr
Naja, ob Post, hermes, DHL – die Jungs klingeln ganz gerne bei mir, da es halt die unterste Klingel ist, und maulen dann rum, wenn ich sie dann doch die Treppe hochschicke – weil ich kein Lager für lauffaule Zusteller bin.
Das Leben ist kein Ponyhof.
31. Dez 2007 | 13:57 Uhr
passt vielleicht zum Thema:
http://www.spiegel.de/spiegel/.....47,00.html
…war heute einer der Aufmacher.
31. Dez 2007 | 13:59 Uhr
das auch:
http://www.spiegel.de/netzwelt.....70,00.html