Ohhhhhh Mann, wir alle kennen ja das Problem mit dem berühmten zweiten Teil. Meistens ist er richtig schlecht (wir reden hier nicht von Trilogien) und ganz selten ist er gleich gut oder besser als der Vorgänger.

In Hellboy 2 „Die Goldene Armee“ saß ich gestern Nacht in der Spätvorstellung mit zwei guten Kumpels und wollte schon nach einer 3/4 Stunde gehen. Meinen Buddies ging es genauso.
Was für ein Scheiß! Auf einmal tauchen Elfen und Trolle auf, eine Elfenprinzessin, die mit ihres gleichen in Pseudo-Elbisch spricht, ein böser Elf, der aussieht wie eine Mixtur aus Herr der Ringe Elb und irgend so einem Stargate-Atlantis Remake, Hellboys Alte ist schwanger, der Fischkopf verliebt sich in die Prinzessin. Dann soll so eine Art Konflikt aufgebaut werden, zwischen den Hellboy-Artigen und der Menschheit und der böse Elf is dann gar nicht so böse, weil sie ja die letzten ihrer Art sind (ja, da taucht tatsächlich ein Waldgott in der Stadt auf, der volle Lotte von den L.o.t.R.-Rings „Ents“ abgekupfert ist).

Unter der Brooklyn-Bridge gibt es einen Troll Markt, Trolle leben übrigens unter uns und man kann sie mit einer ganz tollen Brille erkennen (siehe „Sie leben“ oder „Matrix), der oberböse Troll sieht aus, wie aus Men in Black gecastet, die ganze Story zieht sich wie Kaugummi, das Ganze gestaltet sich wie einer dieser Weihnachtsfilme für 12-Jährige, die man am 2. Weihnachtstag nachmittags um 14.00 auf RTL2 anschauen kann.

Von der Coolness und Düsterheit des ersten Teils ist aber auch alles verschwunden, mit dem Comic hat es schon gar nichts mehr zu tun. Einmal musste ich lachen, als ein Tumor in Form eines Babys spricht, aber das war es dann auch schon. Die Kampfszenen sind abgegriffen von LOTR und Matrix geklaut und nicht mal spektakulär. Der Handlungsstrang wird permanent durch Szenenwechsel zwischen Elfen/Troll-Welt und Menschenwelt zerrissen und wenn es dann schon bock langweilig ist, dann betrinken sich Hellboy und der Fischkopf, weil sie Liebeskummer haben.

Am Schluß, vor dem finalen Kampf gegen die ach so böse unvernichtbare Goldene mechanische Armee (3 Minuten dauert das), muss Hellboy sich von irgendeiner Fabelfigur in einer toten Stadt unter der Erde auch noch eine Elfenlanzenspitze entfernen lassen. Da er bewußtlos ist, stellt dieses Wesen Hellboys Alte vor die Wahl, entweder Hellboy lebt jetzt und die Welt geht später wegen ihm zugrunde oder alles is gut und Hellboy geht drauf. Die Alte wählt natürlich Hellboy, also gibt es dann noch nen dritten Teil.

Kurze Benotung (1 (scheiße) bis 10 (top)):
Story: 2
Spannung: 0
Action: 2
Fun: 1

Gesamtnote: Unterirdisch, nicht mal die DVD würd ich mir leihen!