Ein wundervoller Satz, den ich hier mal aufgreifen möchte. Das schöne an der „Demokratie“ des Internets und insbesondere des so genannten Web2.0 Hypes ist ja, dass jeder Idiot – und das meint litteral jeden – Journalist werden und seinen Schwachsinn in den Äther blasen kann.

Jeder, der in diesem Artikel zitierten dummen Verbraucher, kann heutzutage seine Meinung so gut wie ungefiltert im Internet abladen und die Öffentlichkeit damit belästigen. Die je nach Form der Web2.0 Ausprägung mehr oder minder anonyme Leserschaft wird im Anschluss schon dafür sorgen, dass eine etwaige Diskussion, den zumeist sowieso geringen inhaltlichen Gehalt der Aussage durch die auf Stammtisch-Niveau geführten Ausführungen und Beleidigungen nihiliert werden.

Und was bedeutet dies alles für die breite Masse? Genau! Einen unüberwindbaren Wust an inhalts- und belanglosen Informationen, die schlecht recherchiert und völlig autonom auf den geneigten Leser hereinbrechen, der nicht mehr durch das Dickicht blicken kann, um zu der mediengesteuerten, allgemein gültigen Meinung zu gelangen.

Und so betrachten professionelle Journalisten den Erfolg des autonomen Mediums Internet und den Web2.0 Hype mit Argwohn und beklagen die Informationslosigkeit der Moderne trotz ungestümer Flut.

O tempora, o mores!